Katalog 2017

Namibia

Adapter/Stromspannung
Die Spannung beträgt 220-250 V Wechselstrom. Sie benötigen dreipolige Adapter, die Sie in Elektrogeschäften vor Ort (Euro 2) kaufen können. In vielen Hotels und Lodges können Adapter auch an der Rezeption ausgeliehen werden. Oft hat der Reiseleiter auch Adapter für sie. ACHTUNG! Die handelsüblichen Weltadapter die man in Europa kaufen kann passen in Namibia nicht!

Autofahren und Verkehr in Namibia

Öffentliche Verkehrsmittel
Namibia verfügt leider über kein überzeugendes öffentliches Transportsystem. Die wenigen Busse sind meist alt, wenig komfortabel und verkehren nicht oft genug. Die Eisenbahn ist sehr langsam und fährt nicht oft. Die Pendler aus den Townships der Städte benutzen vorwiegend Sammeltaxis und Kleinbusse mit vielen, engen Sitzen die oft in schlechtem Zustand sind. Wer immer es sich leisten kann, fährt darum im eigenen Auto.

Autofahren in Namibia

Alkohol am Steuer
Die Promillegrenze beträgt in Namibia 0,5 Promille. Verkehrskontrollen sind leider zu selten. Allerdings wird es sehr teuer, wenn man erwischt wird.

Führerschein für Namibia
Zur Anmietung eines Autos in Namibia wird ein Internationaler Führerschein benötigt. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre. Mietwagenfirmen nehmen einen Aufschlag für Mieter unter 25 Jahre.

Linksverkehr
In Namibia fährt man auf der linken Straßenseite. Überholt wird rechts.

Sicherheitsgurte
Das Anlegen von Sicherheitsgurten auf allen Sitzplätzen ist in Namibia vorgeschrieben.

Straßenkreuzungen
An Kreuzungen ohne Ampel (Four-Way-Stops) gilt folgende Regelung: Jedes Fahrzeug hält an der Stop-Linie. Wer zuerst kam, fährt zuerst, danach der zweite usw.

Straßenzustand in Namibia
Generell sind die Straßen in Namibia in gutem Zustand. Der Zustand der Pisten variiert mit seiner Beanspruchung. Generell sind die Pisten besser im Juli zum Anfang der Touristensaison als im November.
Gelegentlich muss man allerdings mit “Wellblech” rechnen. Die unangenehmen Querrillen – meist 5 bis 10 Zentimeter tief – bilden sich allmählich durch zu schnelles Fahren. Das Fahrzeug – und natürlich auch die Insassen – werden auf Wellblechpisten in extremer Weise durchgerüttelt. Am erträglichsten ist es, wenn man quasi über das Wellblech “fliegt”, also so schnell fährt, dass die Räder nicht in jedes Wellental eintauchen können. Die optimale Geschwindigkeit liegt meist bei etwa 80 km/h. Allerdings ist die Bodenhaftung dabei gering, und besonders in Kurven muss man gut Acht geben und langsamer fahren.

Tankstellen in Namibia
Namibia verfügt über kein dichtes Netz an Tankstellen. Da es noch viele ältere Fahrzeuge in Namibia gibt, bekommt man an den Tankstellen auch noch verbleites Benzin. Neuere Autos tanken dagegen “Unleaded”, bleifreies Benzin. Anders als in Deutschland gibt es stets Tankwarts, die das Betanken und Kassieren übernehmen. Für das Tanken allein erwartet der Tankwart im allgemeinen kein Trinkgeld. Meist reinigt er jedoch noch die Scheiben und bekommt dafür ca 2 Namibische Dollar. Der Benzinpreis liegt bei ca 7 Namibische Dollar/Liter. Bezahlt wird in Bargeld. Namibische Tankstellen akzeptieren keine Kreditkarten. Generell sollte gelten: Sieht man (alle 200-300 Km) eine Tankstelle, das Auto wieder volltanken, auch wenn er erst halb leer ist. Es kommt vor das Tankstellen mal kein Benzin führen und man dann mehrere Stunden “auf dem Trockenen sitzt”.

Telefonieren im Auto
Die Benutzung von Mobiltelefonen im fahrenden Auto ist nicht gestattet, es sei denn, man hat eine Freisprechanlage.

Tempolimits in Namibia
Die Höchstgeschwindigkeiten sind in Namibia generell begrenzt: innerhalb von Ortschaften 60 km/h, auf den Überlandstraßen 120 km/h. Geschwindigkeitskontrollen sind weniger häufig als in Deutschland, jedoch auch keine Seltenheit. Geschwindigkeitsüberschreitungen werden mit relativ hohen Geldstrafen geahndet. Auf Pisten “Pads” sollte man seine Fahrgeschwindigkeit dem Pistenzustand anpassen, aber nie schneller als 80-100 km/h fahren. Schnell ist man nach einem Reifenplatzer von der Piste abgekommen und haengt nun überschlagen im Farmzaun.

Überholen auf Pisten
Wenn sich ein überholen auf der Piste nicht vermeiden lässt sollte man eine Stelle abwarten wo der Seitenwind die Staubfahne des Vordermans nach links wegbläst und man rechts am zu überholenden Autos vorbeisehen kann. Dann zügig am besten mit Licht und ausreichend Abstand an diesem vorbeifahren. Nicht zu schnell wieder einscheren, die Gefahr des Steinschlags in die Windschutzscheibe ist hoch. Wenn man selbst überholt wird am besten seine Fahrgeschwindigkeit drosseln damit der andere zügig vorbeikommt.

Sicherheit
Es kommt leider häufiger vor, das Scheinwerfer, Blinker oder Bremslichter nicht funktionieren, daher einen guten Abstand zum Vorderman halten.

Diplomatische Vertretungen

Diplomatische Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland in Namibia
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Leiter: Egon Kochanke, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter
Sanlam Centre, 6th Floor
Independence Ave.
Windhoek.
Tel.: (00264 61) 27 31 00, 27 31 33
Fax; (00264 61) 22 29 81
E-Mail: info@windhuk.diplo.de
Internet: www.windhuk.diplo.de

Diplomatische Vertretungen der Schweiz in Namibia
Generalkonsulat Windhoek
Adresse
Consulate General of Switzerland
P.O. Box 9298
Eros / Windhoek
Namibia
Tel.: 00264 81 127 93 88 (Mobil)
Fax: 00264 61 220 104

Diplomatische Vertretungen von Österreich in Namibia
Konsulat: (ohne Passbefugnis, ohne Sichtvermerksbefugnis)
Teinert Straße 2
Windhoek
Postanschrift:
P.O.Box 2323
Windhoek
Telefon: (+264/61) 222 159
Telefax: (+264/61) 222 159
E-Mail: info@austrian-consulate.com
Internet: www.austrian-consulate.com

Diplomatische Vertretungen von Namibia in Deutschland
Botschaft von Namibia
Adresse:
Reichsstraße 17
14052 Berlin
Tel.: (030)254095-0
E-Mail: namibia@home.ivm.de

Diplomatische Vertretungen von Namibia in der Schweiz
AmbassadeChancellerie
Avenue de Tervueren 454B-1150
Bruxelles
E-Mail: nam.emb@brutele.be
Internet: www.namibiaembassy.be
Tel.: 0032/2 771 1410
Fax: 0032/2 771 9689

Diplomatische Vertretungen von Namibia in Österreich
Botschaft der Republik Namibia
Zuckerkandlgasse 2
1190 Wien
Tel: (+43 / 1) 402 93 71, 72, 73
Fax: (+43 / 1) 402 93 70
E-Mail: nam.emb.vienna@speed.at
Internet: www.embnamibia.at/

Einreisebestimmungen

Für Staatsbürger Deutschlands, der Schweiz, Österreichs und der Niederlande ist bei einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen nur ein gültiger Reisepass erforderlich. Bürger mit anderer Staatsangehörigkeit erhalten Auskünfte zur Visumspflicht bei den konsularischen Vertretungen Namibias in ihrem Heimatland.
Der Reisepass muß noch mind. 6 weitere Monate über das Ende der Reise hinaus gültig sein, mind. 1 freie Seite enthalten und Sie müssen nachweisen können, daß Sie ein Rück-/ Weiterflugticket besitzen.

Flüge nach Namibia

Langstrecken-Flüge von Europa ins südliche Afrika – rund 10.000 Flugkilometer – dauern zwischen 10 und 12 Stunden und erfordern also ein wenig Geduld. Grosser Vorteil allerdings: da es keine – bzw. nur geringe – Zeitverschiebungen gibt, erreicht man sein Reiseziel ohne den lästigen Jetlag.

Direktflug von/nach Namibia
Air Namibia fliegt montags, dienstags, donnerstags und samstags ab Frankfurt direkt nach Windhoek, mit Anschlussflügen nach Kapstadt oder Johannesburg und kostenlosem Stopover in Windhoek. Zweimal wöchentlich fliegt ausserdem die Air Berlin direkt nach Windhoek.
Alternativ kann man über das Drehkreuz Johannesburg mit Anschlussflug nach Windhoek fliegen.

Tagflug oder Nachtflug
Alle Flugverbindungen nach Namibia sind Nachtflüge. Man fliegt abends ab und ist am nächsten Tag frühmorgens am Ziel.

Flugpreise für Namibia
Die Flugpreise für einen Hin- und Rückflug schwanken zwischen 500 und 3000 Euro, je nach Saison und Fluglinie. Am teuersten ist es im allgemeinen von Anfang Juli bis Anfang Dezember.

Flugbuchung im Internet
Flüge kann man problemlos und bequem im Internet buchen, ohne befürchten zu müssen, im Endeffekt ohne Flugticket am Check-in Counter zu stehen oder sonstige Nachteile zu haben. Auch die Bezahlung per Kreditkarte ist problemlos. Wer seinen Flug ins südliche Afrika direkt im Internet bucht, bekommt meist günstigere Flugtarife als im lokalen Reisebüro. Als preiswert und gut hat sich der Anbieter flug.de erwiesen. Sie können sich die Flugangebote dieser Firma hier direkt anzeigen lassen und natürlich auch Sofortbuchungen vornehmen.

Drehkreuz Johannesburg
Der überwiegende Teil aller Flugverbindungen nach Südafrika verläuft über Johannesburg, wichtigstes Drehkreuz im südlichen Afrika insgesamt. Der “OR Tambo” International Airport in Johannesburg wird derzeit täglich ab Frankfurt von Südafrikas Fluglinie SAA South African Airways angeflogen. Ebenfalls täglich ab Frankfurt fliegt die Lufthansa. British Airways bietet tägliche Flüge ab London nach Johannesburg, KLM ab Amsterdam, Turkish Airlines via Istanbul. Nach Johannesburg fliegen außerdem – nicht ganz so häufig – Swiss ab Zürich, Iberia ab Madrid, Air France ab Paris. Emirates fliegt täglich die Strecke Frankfurt via Dubai nach Johannesburg. Qatar Airways fliegt mehrmals wöchentlich ab Frankfurt oder Berlin via Wien und Doha nach Johannesburg.

Gesundheitsversorgung

Die medizinische Versorgung ist nur in den größeren Städten wie Windhoek, Swakopmund und Walvis Bay gut. Die privaten Krankenhäuser dort haben europäisches Niveau. Allgemein praktizierende Ärzte gibt es in den meisten Ortschaften, ebenso Apotheken.
Namibia hat die dritthöchste AIDS-Infektionsrate der Welt. Dies sollte beim persönlichen Verhalten dringend berücksichtigt werden.
Ein Krankentransport, egal ob per Krankenwagen, Helikopter oder Flugzeug ist teuer, ebenso die medizinische Versorgung. Es wird dem Besucher dringend empfohlen einen ausreichenden Versicherungsschutz vor Beginn der Reise abyuschliessen.

Impfungen
Impfungen sollten rechtzeitig vor Reiseantritt vorgenommen werden und in den Internationalen (gelben) Impfausweis eingetragen werden. Kann aus gesundheitlichen Gründen eine vorgeschrieben Impfung nicht vorgenommen werden (z.B. Gelbfieber bei Reisen nach Kenia, Malawi u.a.), muss dies amtlich bestätigt werden.

Tetanus / Diphtherie / Poliomyelitis
Erforderlich Die Gefahr einer Infektion ist für Erwachsene und Kinder weltweit gegeben. Nach vollständiger Grundimmunisierung hält der Impfschutz ca. 10 Jahre. Beide Impfstoffe können in einer Injektion kombiniert werden. Prüfen Sie Ihren Impfstatus rechtzeitig vor Abreise bei Ihrem Hausarzt.

Gelbfieberimpfung
Erforderlich bei unmittelbar vorangegangenem Aufenthalt in einem Infektionsgebiet (z. B. Kenia, Malawi, Sambia – gilt nicht für Transit, z.B. über Flughafen Livingstone). Deutschland ist kein Infektionsgebiet.
Diese Infektionskrankheit gibt es nur in Afrika, Mittel- und Südamerika. Gesundheitsämter können die nächste Impfstelle benennen. Die Impfung gilt 10 Jahre. Sie muss in den internationalen Impfausweis (gelb) eingetragen werden.

*Hepatitis A Impfung *
Empfohlen. Die infektiöse Hepatitis A („epidemische Gelbsucht“) kommt als Viruserkrankung weltweit vor. Zur Vorbeugung gibt es zwei Möglichkeiten: Die passive Immunisierung mit einem Immunglobulin schützt ca. 3 Monate. Die aktive Immunisierung mit HAVRIX® ist ein neuer Weg der Hepatitis A-Prophylaxe. Durch zwei Injektionen im Abstand von 2 bis 4 Monaten kann ein Schutz von 6 Monaten und länger erreicht werden. Eine spätere, dritte, Injektion schützt etwa 10 Jahre gegen das Risiko dieser Virushepatitis. Auch wenige Tage vor Abreise kann mit aktiven Impfstoffen als Einmaldosis ein ausreichender Schutz aufgebaut werden. Bitte konsultieren Sie hierzu Ihren Arzt.

Typhus (abdominalis)
Empfohlen bei Camping-Rundreisen mit Besuch der Wildreservate bzw. bei Indiviualreisen durch abgelegene ländliche Gebiete, sehr geringes Risiko bei organisierten und geführten Hotelrundreisen Ein vorbeugender Schutz durch Schluckimpfung ist mit Typhoral® L möglich. Der Schutz hält ungefähr 12 Monate.

Malaria
Empfohlen bei Rundreisen mit Besuch des Nordens (Etosha Nationalpark, Ovamboland) sowie des Caprivistreifens. Weil es keinen 100%-igen medikamentösen Schutz gegen die Stiche der Anophelesmücken gibt, die besonders abends und morgens eine Malaria übertragen können, kommt einfachen Schutzmaßnahmen eine besondere Bedeutung zu: Mückenschutz, Bekleidung, Moskitonetze (s. o. „Insektenschutz“). Gute Lodges und Hotels in betroffenen Gebieten sind in der Regel mit Moskitonetzen ausgestattet.
Bei der ärztlichen Verordnung einer Prophylaxe muss das geeignete Antimalariamittel oder die oft notwendige Kombination mehrerer Präparate kritisch gegenüber den Nebenwirkungen betrachtet werden. Empfohlen für Namibia wird derzeit das Medikament Malarone®. Wenn ein Risikogebiet nur kurzfristig aufgesucht wird und die persönlichen Schutzmaßnahmen beachtet werden, können Präparate wie z.B. Malarone® ggf. zur “Stand-By” Therapie mitgenommen werden. Diese Selbstbehandlung, insbesondere bei unklarem Fieber, macht jedoch eine baldige ärztliche Kontrolluntersuchung erforderlich. Bitte konsultieren Sie hierzu vor Abreise unbedingt Ihren Arzt.

Insektenschutz
Schon einfache Maßnahmen können vor Insekten schützen. Besonders abends empfehlen wir ausreichend Mückenschutzmittel zu verwenden. Es sollte helle Kleidung (langarmig, lange Hose), feste Schuhe und Strümpfe getragen werden. Während der Nacht sollten Moskitonetze benutzt werden und ggf. Ventilatoren bzw. Klimaanlagen angestellt werden. Es gibt auch die Möglichkeit, einen von zu Hause mitgebrachten Mückenschutz aus der Steckdose zu verwenden. Europäische Mittel wie Antibrumm oder Autan helfen genauso gut wie die namibianischen Mittel wie Tabard oder Peaceful Sleep.

Klima und Reisezeit

Mit seinen durchschnittlich 300 Sonnentagen jährlich ist Namibia ein ausgesprochen sonniges Land. Mit Niederschlägen in Form von heftigen Gewittergüssen ist ausschliesslich in den Sommermonaten (November bis Februar) zu rechnen. In dieser “Regenzeit” – sofern man überhaupt davon sprechen kann – können sich die trockenen Flussläufe, in Namibia “Riviere” genannt, dann für kurze Zeit in reissende Ströme verwandeln. Das ausgedörrte Land beginnt binnen weniger Tage zu ergrünen.
Wenngleich man Namibia ganzjährig bereisen kann, liegt die beste Reisezeit zwischen April und Juni. Die Temperaturen liegen tagsüber um die 25 Grad, der Himmel ist stets strahlend blau. Nachts kühlt es angenehm ab, so dass man gut schlafen kann.
Auch in den trockenen Wintermonaten (Juli bis September) ist das Wüstenland Namibia gut zu bereisen. Die Temperaturen am Tage sinken selten unter 20 Grad. Im Binnenhochland und in der Namib Wüste kann es allerdings zu Nachtfrösten kommen.
In den Sommermonaten wird es heiss. Namibier reisen dann gern zu den kühlen Küstenorten, besonders nach Swakopmund. Hier muss zwar mit häufigem Seenebel gerechnet werden, er löst sich aber meist um die Mittagszeit auf. Auch Windhoek ist im Sommer einigermassen gut zu ertragen, bedingt durch seine Höhenlage (1650 m). Die Namib sollte man dagegen im Sommer vermeiden, denn die Temperaturen klettern nicht selten über die 40 Grad Marke. Auch auf den tropisch-feuchten Nordosten des Landes sollte man im Sommer besser verzichten.

Küche

In Namibia wird herzhaft und reichhaltig gegessen. Sehr beliebt ist das abendliche Grillen („Braai“). Zu den Spezialitäten zählen Wild- (z.B. Strauß, Kudu und Springbock), sowie in den Küstenorten Fisch und Hummer. Dazu trinkt man roten oder weißen südafrikanischen Landwein, Bier oder ein Rock Shandy (Hälfte Soda/bzw Mineralwasser, andere Hälfte helle Limonade bzw Sprite, ein paar Eiswürfel und – ganz wichtig – ein guter Schuss Angustura Bitter). Die Mahlzeiten und Getränke in den Restaurants haben für europäische Besucher ein gutes Preis-Leistungsverhältnis

Landessprache

Die Landessprache ist englisch. Dies wird, mitunter mehr schlecht als recht, im ganzen Land gesprochen. In den mittlern und südlichen Landesteilen wird auf den Farmen Deutsch, dem holländisch recht ähnlichen Afrikaans sowie Nama gesprochen. In den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen Damara, Oshivambo, Khoekhoegowab, OshiKwanyama, Oshindonga, Otjiherero, RuKwangali und Silozi.

Medien

Namibia ist ein Land mit einer freien Presse, so jedenfalls sieht es die Verfassung vor. In Anbetracht einer übermächtigen Regierungspartei (Zweidrittelmehrheit) und schwacher Opposition ist dies für die junge Demokratie auch unbedingt nötig.

Die Presselandschaft konzentriert sich auf die Hauptstadt Windhoek. Gegenwärtig werden hier drei Tageszeitungen und vier Wochenblätter produziert. Die Nachrichten beschäftigen sich vorwiegend mit lokalen und nationalen Themen. Internationales wird hintangestellt. Aufmachung und Druckbild der Zeitungen entsprechen nicht ganz dem, was man in Deutschland gewohnt ist. Auf Grund der geringen Auflagen und kleiner Budgets sind die Möglichkeiten eben begrenzt, und auch eine moderne Druckmaschine steht nicht zur Verfügung.
Die älteste Zeitung ist die deutschsprachige “Allgemeine Zeitung”. Sie erscheint täglich. Am Wochenende gibt es eine Kulturseite und einmal im Monat eine Tourismus-Beilage. Die am meisten verbreitete Zeitung ist der englischsprachige “Namibian”, ein recht gut aufgemachtes Blatt mit ausgewogen sachlicher und massvoll regierungskritischer Berichterstattung. Der “Republikein” wendet sich an die Afrikaans sprechende Bevölkerung. Alle drei Tageszeitungen haben auch eine Website. Der “Windhoek Observer” erscheint am Wochenende und ähnelt im Stil der Bildzeitung in den 70er Jahren. Auch ein paar grossformatige Pin-up Girls gehören stets dazu
Die Wirtschaftszeitung “Namibia Economist” erscheint ebenfalls am Wochenende. Neben diesen unabhängigen Blättern gibt es zwei von der Regierung kontrollierte Zeitungen, die “New Era” und die Parteizeitung “Namibia Today”. Beides sind Wochenzeitungen mit vergleichsweise kleiner Leserschaft. Sie haben leider keine Website.
Namibias Fernseh- und Radiosender NBC (Namibian Broadcasting Corporation) liegt ganz in Staatsbesitz. Im August 2002 entliess der damalige Präsident Sam Nujoma seinen Informationsminister und übernahm die Rolle selbst. Viele Jounalisten bangen seitdem um die Zukunft der Pressefreiheit in Namibia. Mehrfach wurden in der Vergangenheit kritische Journalisten abgemahnt, und auch die Justiz wird regierungsseitig immer wieder bemüht, um allzu regierungskritische Pressedarstellungen zu unterbinden.
Viele Namibier bevorzugen die über Satellit zu empfangenen südafrikanischen Fernsehprogramme des SABC bzw. die über MNET verfügbaren internationalen Kanäle. Die Firma Deukom in Kapstadt strahlt zudem auch in Namibia die deutschen Kanäle ARD, ZDF, RTL, SAT1 und Pro7 über Satellit aus.

Reiseversicherungen

Wir empfehlen den Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung, die den Krankenrücktransport und weitere Leistungen einschließt. Ebenfalls sollten eine Reiserücktritts und eine Reisegepäckversicherung nicht fehlen.

Telefon/Telefonieren

Um nach Namibia anzurufen, muß man die Vorwahl +264 wählen. Die Vorwahl Deutschlands von Südafrika aus ist +49. Mobiltelefone mit deutschen SIM-Cards können in Südafrika benutzt werden, das Roaming ist aber recht teuer. An den Flughäfen, Supermärkten oder Cellphone Shops kann man problemlos eine namibianische SIM Karte kaufen, sowie Airtime.
Die wenigsten Telefonzellen nehmen heute noch Bargeld, hier kauft man in Supermärkten, Post oder Teleshops Telefonkarten. Die Stücklungen sind N$ 10, N$ 20, N$ 50. Telefonieren vom Hotelzimmer aus ist sehr teuer.

Währung / Zahlungsmittel

1 Namibianischer Dollar (N$) = ca. EUR 0,105. 1 EUR = ca. 9,50 ZAR (Stand Mai 2010).
In Geschäften, Hotels, Lodges, Restaurants und bei Mietwagenfirmen werden Kreditkarten (vor allem Mastercard und Visa) meist akzeptiert, jedoch nicht auf traditionellen Märkten sowie an Tankstellen.
Die Ein- und Ausfuhr bis max. 500 N$ pro Person ist erlaubt. Fremdwährungen können unbegrenzt eingeführt werden (Deklaration erforderlich). Wir empfehlen die Mitnahme von Bargeld und ggf. auch Travellerschecks in EUR. Geld kann an einem der vielen “ATM” – Bankautomaten abgehoben werden. Dies geht mit Master und VIsacard problemlos, dafür braucht man seine Geheimnummer. Wenn das blau/rote MAESTRO Zeichen auf der Karte ist kann man auch mit einer EC-Karte Geld abheben. Auch hier braucht es die Geheimnummer.

Wasserknappheit

Namibia ist ein Wüstenland. Nur der äusserste Norden und Nordosten bekommt gute Niederschlagsmengen. Meist in Form von heftigen Gewittern und das auch nur zwischen November und April. Der Mangel an natürlichen Gewässern im Landesinneren und der allgemein geringe Niederschlag fordern einen sparsamen Umgang mit Wasser.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 h während des namibischen Sommers (Zeitumstellung erstes Wochenende September bis erstes Wochenende April); in der europäischen Sommerzeit (erstes Wochenende April bis erstes Wochenende September, d. h. im namibischen Winter) gilt dort die reine MEZ, also minus 1 Stunde gegenüber der europäischen Sommerzeit. Zeitgleichheit besteht nur in den kurzen Zeiten des Übergangs.